natura2000 MANAGER Thüringen:
„Grundlagen, Ökologie und Management von Natura2000-Arten und -Lebensraumtypen in Thüringen“

Prof. Dr. Stefan Brunzel
Landschaftsarchitektur
Biologische Vielfalt /
Artenschutz

Fachhochschule Erfurt

Vorlesungsmaterial / Slides

Potentiell natürliche Vegetation (pnV) Deutschlands

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Prof. Dr. Stefan Brunzel
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Orchideenwiese
© Foto: R. Manderbach, www.deutschlands-natur.de

Ökologie der Natura 2000-Lebensräume

Die FFH-Richtlinie listet im Anhang I Lebensraumtypen von gemeinschaftlichem Interesse aufgeführt, für deren Erhaltung besondere Schutzgebiete ausgewiesen worden sind. Von diesen Lebensraumtypen (LRT) (LRT) kommen 92 in Deutschland vor. Lebensraumtypen sind Derivate vegetationskundlicher bzw. pflanzensoziologische Einheiten und Biotoptypen. Ein großer Teil entspricht pflanzensoziologischen Verbänden (Endung „-ion“, s. Vorlesungsmaterial Ökogramme pflanzensoziologischer Verbände).

Die in Deutschland vorkommenden Lebensraumtypen sind nachfolgend aufgelistet. LRT, zu denen auf diesem Portal noch kein Material vorliegt, sind nur angegraut. Die LRT-Nummer entspricht dem EU-Code der Lebensraumtypen gemäß FFH -Richtlinie, die Bezeichnung entspricht der Originalbezeichnung der neuesten Fassung des Anhangs I der FFH -Richtlinie vom 20.12.2006 (vgl. www.bfn.de/0316_typ_lebensraum.html)

Trotz der großen Zahl der Biotoptypen in Deutschland, die auch nicht alle gefährdet sind (z.B. einige Waldtypen), fehlen mehrere naturschutzfachlich äußerst wertvolle Biotoptypen, für die aufgrund ihres Verbreitungsschwerpunkts in Mitteleuropa Deutschland auch eine hohe Verantwortung hat. So finden sich ohne nachvollziehbaren Grund z.B. Sumpfdotterblumen-Wiesen, Erlenbruchwälder, trockenwarme Traubeneichenwälder oder saure Niedermoore nicht auf der Liste der Lebensraumtypen.

In Thüringen werden die Lebensraumtypen nach einem speziellen Kartier- und Bewertungsschlüssel (s. Download PDF Kartier- und Bewertungsschlüssel Thüringen) erfasst und ihr Erhaltungszustand im Rahmen eines regelmäßigen Monitorings in den Qualitätsstufen A, B und C bewertet. Die Untergrenze, ab der ein Biotoptyp als Lebensraumtyp zu erfassen ist, wird häufig durch die Anzahl bestimmter Lebensraum-typischer Arten bestimmt, die im Kartierschlüssel für jeden Lebensraumtyp festgelegt sind.

Lebensräume in Küstenbereichen und salztolerante Vegetation

Dünen an der Küste und im Binnenland

Süßwasserlebensräume

Gemäßigte Heide- und Buschvegetation

Hartlaubgebüsche (Matorrals)

Natürliches oder naturnahes Grasland

Hoch- und Niedermoore

Felsige Lebensräume und Höhlen

Wälder

* = prioritäre Lebensraumtypen

Datum: 21.11.2018
Online: https://www.natura2000manager.de/oekologie/lebensraeume/
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